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11 | Wolfgang Peter, Sabine Weber | 130x90x35 | Grabung, Acrylglas, Kunststoff (Fremdenzimmer) Da ist ein Loch im Erdreich. Nicht besonders groß und auch nicht so tief, dass sich ängstliche Gemüter nicht herantrauen könnten. Die Besucher können es sogar betreten, die Grube hat eine Abdeckung aus bruchsicherem Acrylglas. Aber sie können nicht hinein. Das Loch ist bereits besetzt: Auf dem Grund der Grube ist ein Schild befestigt, auf dem das Wort Fremdenzimmer zu lesen ist. ‚Fremd sein‘ hat unterschiedliche Konnotationen – von in die Ferne reisen bis heimatlos sein, von Emigration bis Rassismus. Der Begriff löst also ‚Befremden‘ aus. Die Bodeninstallation gibt einem Begriff eine Heimat: Das verortete Fremdenzimmer dient dazu, eine Auseinandersetzung mit der Bezeichnung ‚fremd‘ in Gang zu setzen, die von persönlichen Gefühlen bis zu politisch bedeutsamen Fragestellungen reicht.
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