11 | Craus, Sandy | Stilles Versinken, 2009 | Holz, Kanninchendraht, Erde, Sand, Moos Innerhalb einer lockeren Baumgruppe steht ein halb versunkenes, von Moos bedecktes Objekt, das formal an eine Ottomane erinnert. Die geschlossene Seite ist der Parkbegrenzung zugewandt, die geöffnete Seite ist in den ehemaligen Schloßpark gerichtet. Das Objekt offeriert dem Parkbesucher, der sich nach Ruhe und auch geistiger Anregung sehnt, im angesicht des "stilles Versinken" sich in Form und Moos zu verlieren und seiner Kontemplation und seinem Assoziationsreichtum zu frönen. Das nicht mehr existente Schloß und die dazugehörige Kultur und Weltanschauung wird in der Installation angesprochen, wie auch das einzelne Schicksal mit seinen Wünschen und Sehnsüchten. Kühles Moos verspricht uns in zahlreichen Märchen Labsal, und ebenso unsere Parknutzung, die eine Auszeit ermöglichen soll, ein sich verlieren während des Spaziergangs in der inszenierten Natur.
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