1 | Installationen „Art Geo Köln”

Zum ersten Mal bezieht Rheinblicke Einblicke in diesem Jahr den verwilderten Streifen Grünfläche
zwischen dem eigentlichen Park und der Ziegelmauer am Grundstück entlang der Straße „Am Stammheimer Schlosspark“ mit ein (alter Obstgarten).

Als Anfang einer künstlerischen „Erschließung“ dieser, seit Jahren sich selbst überlassenen „Wildnis“, haben wir die internationale schottische Künstlerin und Lehrerin am Edinburgh College of Art, Elizabeth Ogilvie, eingeladen, ein ortsbezogenes Kunstprojekt zu kuratieren.

Acht Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, England, Island, Japan und Schottland werden sich mit dem Verhältnis Mensch/Natur, Umwelt/
Technik und natürlich dem Schlosspark
auseinandersetzen.

Art Geo Köln
 
Installationen  
 

Daniel Lohmann , Architekt, und Florian Kluge, Landschaftsarchitekt, greifen in ihrer Installation ein
aktuelles politisches Thema auf. Sie gruppieren Würfel aus gepresstem Schrott aus der Autoproduktion
um einen Obstbaum.

 

 
 

Takaya Fujii, Künstler und Galerist, lebt und arbeitet in Kyoto (Japan) und zeitweise in Düsseldorf.
Zu seiner Arbeit, die mit Hilfe von Plastikfolien das verdunstende Wasser von Bäumen auffängt, sagt
er: „An einem sonnigen Tag verdunstet ein Baum mit einem Stammdurchmesser von 20 bis 30 Zentimetern
etwa 40 bis 50 Liter Wasser.“

 

 
 

Stephen Hurrel aus Glasgow (Schottland) baut im Schlosspark einen Werkstattschuppen aus gebrauchten
Materialien auf, in dem er Pläne und Fotos der Konstruktion und des Baus eines kleinen Schiffes
präsentiert, das nur einer Person liegend Platz bietet.

 

 
 

Die Londoner Künstlerin und Schriftstellerin Jane Watt errichtet einen Iglu aus gebrauchten großen
Plastikflaschen. Auf der Oberfläche wird je nach Tageszeit und Wetter das Licht spielen, von innen
ergeben sich ungewohnte Blicke auf den Park.

 

 
 

Kaneyuki Shimooskao stammt aus Japan, lebt aber seit seinem Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie
am Rhein. Die organischen Formen seiner Kreise nehmen im Park entstehende Schatten und Licht-„Teiche“ auf und überführen sie in abstrakte Strukturen aus hunderten weißer Fäden.

 

 
 

Der Isländer Tumi Magnússon lehrt an der Kunstakademie in Kopenhagen und hat schon an den Biennalen in Venedig und Sao Paulo teilgenommen. Sein Video, durch Sehschlitze im Inneren des Haberlandhauses am Rand des Park zu sehen, zeigt speziell gefilmte, auf dem Wasser treibende
Plastiktüten.

 

 

Yoshihito Kawabata, Künstler, Galerist und Leiter eines Raums für zeitgenössische Kunst in Osaka/Japan, sagt über seine Arbeit für den Schlosspark: „Ich gebe den Bäumen im Park Namen. Die Besucherinnen und Besucher erhalten
Namensschilder, die sie zu einem speziellen Baum im Park führen.“ Auf diese Weise möchte er dem Publikum die Bäume näher bringen, eine Art „persönlicher“ Beziehung herstellen.
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