15 | Schloss mit Grafenpaar. 2002. Beton, Stahl

Wo dereinst Freiherr Franz-Egon von Fürstenberg-Stammheim flanierte, lässt Herbert Labusga ihn nebst Gemahlsgattin und Schlossportal in Beton erneut erstehen. Wunderbar reduziert in der Form, ausgehoben aus der Erde, auf der er sein Schloss erbauen ließ. Von genau dort hatte der Fürst einen herrlichen Blick auf den ewig fließenden Rhein.

Idee und Technik ergänzen sich – die Negativformen wurden in die Erde des Schlossparks eingegraben, Erde, die einst das Schloss und auch das Grafenpaar trug. Die Negative wurden mit Beton ausgegossen und mit Stahl verstärkt. Während der Aushärtung nahm der Beton auch Steine und Splitter des Erdreichs in sich auf (Findige können im ausgehärteten Beton auch einige Knochen entdecken...), so dass sich Vergangenheit und Gegenwart im rundplastischen Werk vereinen.

In einer spektakulären Aktion erfolgt zur 1. Staffel von Rheinblicke-Einblicke 2002 die Aufrichtung von Tor und Grafenpaar mittels eines Spezialkrans. Stammheim erhält ‚sein’ Schloss und ‚sein’ Grafenpaar wieder zurück. Die künstlerische Erinnerungsarbeit ist vollendet.

  Herbert Labusga
geboren 1939 in Oppeln
   
Biografie  
  1953 - 1958 Kunststudium mit Schwerpunkt Bildhauerei in Zakopane
  1959 - 1964 Studium der Malerei in Köln
  Seit 1964 Freischaffender Künstler
     
 
Kontakt    
     
Atelier   Privat
Prämonstratenserstr. 53   Bilharzstr. 26
51069 Köln   51061 Köln
     
Tel.+ Fax 02 21.60 74 01   Tel. 02 21.66 66 27
   
   

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