56 | Ikarus. 2003. Bronze, Eisen

Normalerweise dient ein Sockel dazu, eine Plastik oder Skulptur zu erheben und zu präsentieren. Normalerweise. Bei der Bronzegruppe Ikarus scheinen zwei mehr oder weniger übergewichtige, zipfelmützentragende Figuren auf unklarem Wege einen Eisensockel erklommen zu haben – der eine, um von dort seine Flugversuche zu starten, der andere, um ihn davon abzuhalten. Die beiden scheinen zudem in einem kippeligen Gleichgewicht. Während der Jüngere sich mit den Füßen bereits von der Kante des Sockels abstützt, steht der Ältere noch mit einem Fuß auf der Sockelfläche, dabei den Jüngeren am Hosenbund vom Absprung abhaltend. War der mythologische Daedalus der eigentliche Erfinder der Flugapparate, tritt nun die bodenständige Variante eher als Verhinderer auf. Jedoch hat auch der Erfindungsreichtum seines Sohnes wohl ihre Grenzen: Die an den ausgestreckten Armen befestigten Flügelchen mögen kaum ausreichen, die rundliche Gestalt in die Lüfte zu tragen. So vereint das mit sanfter Ironie geschilderte Duo unterschiedlichste Gegensätzlichkeiten formaler wie inhaltlicher Art: Bewegung und Gegenbewegung, Aufstreben und Verharren, Erfinden und Bewahren, Jung und Alt...

 

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"" portait   Andreas Futter
geboren 1969 in Hechingen
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Biografie  
  1990-1996 Studium an der staatl. Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart
  1996-1998 Fach Kunst und interdisziplinäres Gestalten
     
  Ausstellungen (Auswahl):
Städtische Galerie Stuttgart, Stadtmuseum

Tübingen, Art Karlsruhe, Kulturscheune

Möglingen, Kunstmesse

Schwäbisch Gmünd,
Skulpturenpark Sonnenwald,

7. Miniaturausstellung Fürstenwalde,

Kunstsommer Wangen/Allgäu
 
Kontakt  
   
Andreas Futter  
Am Urspring 50  
73529 Schwäbisch Gmünd  
   
Tel. +49 7171 996151  
 
 

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