34 | Odoko I und Odoko II. Maschendraht, Weinkorken Auf zwei alten Bäumen sonnen sich zwei große Echsen, die sich in ihren schillernden Farben majestätisch als Urwesen bewundern lassen.Aus ganz einfachen Mitteln setzen sich diese beiden Objektplastiken mit transparenter Begrenzung aus Maschendraht, gefüllt mit verschiedenen Materialien wie z.B. bemalten Weinkorken oder Treibholz, zusammen. Die ursprünglich aus einem kleinen Dorf in Nigeria stammende Künstlerin, die mittlerweile in Köln lebt, kommt aus der Tradition der starken, selbstbewussten Frauen Westafrikas. Als Grenzgängerin zwischen den Kulturen beschäftigt sie sich hier mit dem ODOKO (einer Echse) und der Idee des Recycling, indem sie Abfallmaterialien verwendet, um Kunstobjekte zu schaffen, die Elemente afrikanischer Kunst aufgreifen. Die fröhliche Farbigkeit gründet auf der Faszination für die bunten traditionellen Kostüme mit ihrem komplizierten Design. Das friedliche und freundschaftliche Zusammenexistieren zwischen Mensch und Natur ist Thema der Installation. Der Odoko dient hier als Symbol. In Afrika gilt er als Beschützer des Menschen, weil er für Menschen gefährliche Insekten frisst. Die künstlerische Umsetzung der Symbiose ist nicht ohne Spannung: Einerseits sind die Echsen aufgrund ihrer künstlichen Materialität, ihrer Größe und Färbung, ‚Fremd- Körper‘, andererseits sind sie der Natur durch ihre schlängelnden Bewegungen sowie durch die Herkunft des Materials Korken aus der Baumrinde sehr verbunden.
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