25 | Wasser. Gips, Wachs

"Doch plötzlich scheint das Blau sich zu verneuen
in einer von den Dolden, und man sieht ein rührend Blaues sich vor Grünem freuen."

Rainer Maria Rilke

In der Wiese leuchtet es blau. Mehrfach blau. Das Blau ruht in runden Schalen und zeichnet gemeinsam mit diesen eine Achse durch das Grün. Ein Landschaftspark lebt von und besteht aus Achsen. Diese sind aber – nach Vorbild des englischen Gartens – als Verweise auf architektonische Besonderheiten wie das Schloss oder den Gartenpavillon angelegt. Die weißblauen Schalen nehmen jedoch keine (verschwundene) Architektur zum Referenzraum, sie laufen parallel zum Rhein. Die nahe Präsenz des Rheins wird so hervorgehoben und räumlich wie zeitlich bestärkt.

Die Installation ist temporär, wird also in ihrer Fragilität vergehen. Vergangen das Schloss, zerstört der Gartenpavillon – von alldem unbeeindruckt bleibt das ewige Fließen des Rheins. Eine weitere Assoziationskette lässt sich anknüpfen, betrachtet man die Wachsspiegel aus der Nähe. Der Begriff ‚Spiegel‘ ist durchaus mehrdeutig zu verstehen – einfach als runde Fläche, wie z.B. bei einem Teller, oder als reflektierende Oberfläche, in der sich der Betrachter wiederzufinden meint. Der schöne Schein hält aber unter seiner Oberfläche manch’ objekthafte Überraschung bereit...

43 | Gruppe. Wachs, Stearin

 

 

Bettina Ballendat
geboren 1957

   
Biografie  
  1985 Meisterschülerin, Kunstakademie Düsseldorf
  seit 1988 Leitung der Bergischen Kunstschule
  seit 1993 Leitung der Museumspädagogik
Stadtmuseum Siegburg
verschiedene Lehraufträge an Schulen
     
  Sonstiges:

Einzelausstellungen u.a. Stadtmuseum Siegburg, Galerie am Werk Leverkusen, Bruno Goller HausGummersbach, Museum Euskirchen, Villa Zanders Bergisch Gladbach, BBK Köln

 
Kontakt  
   
Bettina Ballendat  
Braunkohlenstr. 18  
51469 Bergisch Gladbach  
   
Tel. +49 2202 43164  
bettina.ballendat@arcor.de
 

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