11 | Portal. 2005. Cortenstahl Als ‚Portal‘ bezeichnet man im allgemeinen Sinne eine mächtige Tür bzw. ein Tor, das sich durch eine besondere Gliederung bzw. plastische Gestaltung vom umgebenden Raum abhebt. Üblicherweise hat ein Portal somit eine Funktion, und der angesprochene Raum meint eine Architektur. Stephan Siebers‘ „Portal“ erhebt sich im Landschaftsraum und beschreibt - funktionsfrei - einen Spannungsbogen. Die Energie dieses Schwungs wird durch zwei seitlich eingespannte Stahlkugeln ausgeglichen, so dass Ruhe und Bewegung einander ergänzen. Inspiriert durch mächtige Steintore vergangener Kulturen vergegenwärtigt das „Portal“ ein Gefühl der Unvergänglichkeit - schließlich ist Stahl nicht nur gleichermaßen elastisch wie stabil, sondern vor allem auch widerstandsfähig. Übrigens: Der Luftraum unter und neben dem Bogen ist auch hier nicht als ‚amor vacui‘ (leerer Raum bzw. leergelassenes Zentrum) zu verstehen, sondern gehört zu den Aktiva seiner plastischen Kraft.
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