31 | Niemand. 2005/06. Jute, Leim, Lehm

Niemand knetet uns wieder aus Erde und Lehm, niemand bespricht unsern Staub. Niemand. Gelobt seist du, Niemand. (...)
Paul Celan, 1953

Für Paul Celan, dessen Gedichtzeilen Patrizia Marchese inspirierten, war Lyrik Mystik. Und genau in diesem Sinne erscheint auch der schwebende Lehmmantel: unbeschreiblich, unaussprechlich, geheimnisvoll.

Im Laufe der Zeit wird der Lehm sich auflösen und verschwinden - eine Metapher für die Fragilität und Vergänglichkeit des Lebens. Aber eben auch ein Verweis auf die Geschichte des Ortes - wo dereinst das Fürstenpaar flanierte, lustwandeln heute die Gäste des Parkes. Vergangenheit und Gegenwart verbinden sich.

Tipp: Unbedingt mal länger verweilen und sich vom rhythmischen Schwingen des Mantels bezaubern lassen.

 

Patrizia Marchese
 

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