23 | sunken sculptures. 2003. Stahl, Betonplatten

An einer Wegbiegung kann man kleine follies entdecken - so nannte man in englischen Gärten zwecklose Gebäude mit besonders betonten Stilelementen (z. B. schiefe Häuser). Aber, sind das wirklich follies?

Diese geschweißten Stahlhäuser liegen nicht einfach schief da, sie sind teilweise eingesunken. Die ‚sunken sculptures’ entstehen dadurch, dass der Künstler die Stahlhäuser in noch nicht abgebundene Beton-Gehwegplatten setzt. Dem Eigengewicht folgend versinken die Häuschen, bis der Beton verfestigt ist. Die Schieflage generiert sich also aus einem Prozess.

Kalle Hommelsheim installiert hier ein Wegfragment, ein Überbleibsel, ein Mahnmal der Vergänglichkeit, eine Erinnerung an das verschwundene Schloss.

  Kalle Hommelheim
geboren 1967 in Jülich
   
Biografie  
  1989-1991 Studium der Sonderpädagogik für Geistigbehinderte und Erziehungsschwierige an der Universität Köln, sowie Malerei bei Anke Erlenhoff
  1992 Arbeit im Atelier von Prof. Benno Werth, Aachen
  1992-1996 Studium Objekt-Design an der FH Aachen bei Prof. Wolfgang Bier und Prof. Christiane Maether
  1995 Gründungsmitglied des "gelben Humpelhund e.V."
  1996 Diplom Objekt-Design, seitdem freischaffend tätig als Bildhauer
     
 
Kontakt    
     
Kalle Hommelheim    
Lindenplatz 5    
52428 Jülich    
     
Tel. 0 24 61.5 30 94    
   
   

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