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38 | Geier. 2004. Stahlblech
Wer die Allee des Parks durchschreitet, sollte auf der Hut sein: Links und rechts
des Weges lauern mehrere „Geier“! Generell in Deutschland ausge-storben haben
sich die Greifvögel mit der charakteristischen Halskrause offensichtlich in
Stammheim wieder angesiedelt.
Subtil aus Stahlblech geschnitten ‚zeichnet‘ Karin Euler-Schulze die Typologie des
Geiers nach und erinnert an die vielen Konnotationen, die das Tier besitzt: international
agierende Gesundheitspolizei, sprichwörtlicher Aasgeier und ewig kreisender,
sinnbildhafter Pleitegeier. Die Spezies ‚Geier‘ wird im Sprachgebrauch
entweder vermenschlicht oder - genau umgekehrt - auf menschliche Verhaltensweisen
und Zustände übertragen.
Übrigens: Der Pleitegeier hat ursprünglich mit dem Vogel nichts zu tun. Das Wort
leitet sich aus dem Hebräischen ab: pleite geiher also Pleite gehen bzw. flüchten.
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Karin Euler-Schulze |
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