9 | 3 Männer. 2006. Baustahl

Die „3 Männer“ von Pit Bohne haben ein Problem: Jeder für sich ist zweidimensional - geschnitten aus 10 mm dicken Baustahl. In der Mathematik bezeichnet die Anzahl der Dimensionen die jeweiligen Möglichkeiten (‚Freiheitsgrade‘) der Bewegungsrichtungen im Raum. Über die Positionierung der Männerfiguren zueinander (zwei hintereinander stehend, einer liegend die beiden anderen durchdringend) gewinnen die Figuren die dritte Dimension hinzu.

Über dieses formale Konstrukt lassen sich viele Assoziationsketten bilden: Gibt hier einer eine gemeinsame Richtung vor, oder liegt hier einer sprichwörtlich ‚quer‘? Die reduzierte Figürlichkeit verweist auf eine übergeordnete, allgemeinmenschliche Fragestellung.

Im Sprachgebrauch taucht ab und an die Wendung auf: Denk doch nicht so eindimensional. Gute Idee!

 

Pit Bohne
 

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