39 | Leicht + Schwer „gepaart“. 2004. Weiberner Tuff

Zwei Figuren erheben sich in enger Umschlingung. Beim Umschreiten der Skulptur vollzieht sich ein eigentümlicher Wandel - mal verdeckt die eine behütend die andere, mal scheint die eine die
andere abzustoßen.

Von ebensolcher Kontrastierung zeigt sich auch die Formgebung: weibliches Rund versus männliche Kanten, entblößte Formen versus weitschwingender Mantel.

Besonders reizvoll: Die Natur arbeitet an dem steinernen Paar mit und sorgt für eine ergänzende, grüne Patina.

47 | Frühling. 2000/01. Zement auf Styroporkern

Alles freuet sich und hoffet, wenn der Frühling sich erneut.
Friedrich Schiller, Jüngling am Bache

In einer natürlichen Nische am Wegesrand erhebt sich eine säulenartige Figur: Wie eine Säule verfügt sie über Basis, Schaft und Kapitell, der Schaft weist eine deutliche ‚Entasis‘ (Schwellung) auf, das Kapitell, als wichtiges ornamentales Element, ist figurativ ausgeführt. Soweit die Klassik.

Das Figürliche erweist sich beim näheren Hinsehen als ambivalent und vieldeutig: Ein Kind an der Mutterbrust oder an einem Blütenkelch? Im Umschreiten der Plastik wechselt die Perspektive
von weiblich zu floral. Assoziationen wie Werden, Blühen und Wachsen entstehen. Es ist Frühling.


John M. Bachem
 
Biografie  
    Meisterschüler bei Prof.Brugeff,
FH Köln
    Daniel Spoerri Aufbaustudium
Lehrauftrag für Plastik an der FH Köln
Fachbereich Architektur
     
 
Kontakt    
     
John M. Bachem    
Pionierstr.30    
50735 Köln    
     
Tel. 02 21.76 3571    

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