4 | Polygonumkugel (Kokon). 2005. Schling-Knöterich, Draht

... die Suche nach dem individuellen Glück veranlasst uns neue Wege zu gehen, Altes abzustreifen wie eine tote Hülle oder einen Kokon. C.L.

Die Natur bringt Formen nach dem Chaos-Prinzip hervor, kein Blatt gleicht dem anderen, keine Schneefl ocke ist mit einer anderen identisch. Dennoch liegen auch der Natur Gesetzmäßigkeiten zu grunde. Caroline Laengerer greift in die chaotischen Strukturen ein und bringt sie in neue Ordnungen. Die „Polygonumkugel“ besteht aus dem chaotisch wachsenden Schling-Knöterich (=Polygonum), der sich nun der perfekten äußeren Kugelform unterwirft. Durch die Öffnung in der Mitte der Kugel entsteht zudem der Eindruck, zwei Schalenformen seien zusammengewachsen und umschließen beschützend den Innenraum, oder aber die Kugel habe sich geöffnet und etwas in die Welt entlassen.

 

Caroline Laengerer
 

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