11 | Öffnung. 2003. Emerelpaerl

Steinbildhauerei ist immer dann besonders spannend, wenn das Material in einen Dialog mit der gestalteten Form tritt. „Öffnung“ besteht aus Emerelpaerl und eben diesem besonderen Gestein wird der Künstler gerecht, indem er skulptierte oder geglättete Partien mit unbehauenen korrespondieren lässt.

Dem monumentalen Block des Steins zum Trotz gewährt eine tatsächliche Öffnung Durchsicht und lässt beispielsweise an eine sich öffnende Tür denken.

12 | Sofa. 2003. Diabas

Wie auch bei „Öffnung“ beeindruckt „Sofa“ durch die hohe Sensibilität des Bildhauers mit seinem Material. Die handschmeichlerische Wellenbewegung von „Sofa“ verführt nicht nur die Augen. Besonders an warmen Tagen, wenn sich der Stein durch die Sonnenstrahlen erwärmt hat, fi ndet man so manchen Besucher auf dem „Sofa“ liegend vor.

Das Konzept funktioniert.

34 | Bobbel III. 2004. Bronze

Der lautmalerische Titel ist Programm: Als gespaltene Kugel in einer prozesshaften Entwicklung angehalten, entpuppt sich diese Plastik als schwer fi xierbar.

Der Morphologie scheinbar gerade noch entkommen siedelt der Bildhauer die sich öffnende Bronzeblase zwischen Abstraktion und organisch Gewachsenem an.

 

Andreas Kienlin
geboren 1955 in Pochingen, Kreis Esslingen
Biografie  
  1974-1979 Studium der Bildhauerei an der Alanus Hochschule Alfter bei H.G. Häußler, Meisterschüler bei Wilfried Ogilvie
  Seit 1981 Leitung von Seminaren und Kursveranstaltungen, u.a. in Holland, Schweiz und Skandinavien
  Seit 1985 Leitung der Fachrichtung Bildhauerei an der Alanus Hochschule Alfter
  Seit 1997 Vorstand des "Alanus Europäischen Forum e.V.", Prorektor der Alanus Hochschule Alfter, Geschäftsführung Alanus Hochschule Alfter gGmbH
     
 
Kontakt    
     
Andreas Kienlin    
Strangheidgerweg    
53347 Alfter    
     
Tel. 0 22 22.35 23    
     
renakuppel@gmx.de    

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